"Wege aus der Krise aus Sicht der Zivilgesellschaften Deutschlands und Russlands". Unter diesem Dachthema wird der 9. Petersburger Dialog vom 14. – 16. Juli 2009 in München stattfinden.
Novum in diesem Jahr sind zwei Festvorträge zum Auftakt des Diskussionsforums. Auf deutscher Seite konnte dafür Prof. Dr. Otmar Issing, Vorsitzender der von der Bundesregierung eingesetzten Expertengruppe „Neue Finanzarchitektur“ gewonnen werden, den russischen Vortrag wird Prof. Dr. Michail Piotrowski, Direktor der Staatlichen Eremitage St. Petersburg, halten.
Im Vordergrund der Diskussionen im Plenum sowie in den acht Arbeitsgruppen steht die Frage, welche Impulse zur Bewältigung der globalen Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise vom gesellschaftlichen Dialog beider Länder ausgehen können. Traditionell werden zur abschließenden Plenarsitzung des Petersburger Dialogs in der Residenz München die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und der russische Präsident Dmitri Medwedew erwartet.
Programm des 9. Petersburger Dialogs | Themen und Koordinatoren der acht Arbeitsgruppen | Sonderseite mit Artikeln und Interviews zum 9. Petersburger Dialogs
Die Bandbreite der Beziehungen zwischen Bayern und Russland beleuchten wir mit den folgenden Gastartikeln:
Russische Spuren in Bayern
Russische Spuren finden sich in Bayern überall. Tatjana Lukina vom Münchener Verein MIR e.V. ist auf Zeitreise gegangen und beleuchtet einige interessante und erstaunliche historischen Verbindungen zwischen Russland und Bayern, die bis in die heutige Zeit hinein wirken.
Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und Russland
Bayern hat bereits vor 15 Jahren als erstes deutsches Bundesland eine eigene Repräsentanz in Moskau als Anlauf- und Beratungsstelle für bayerische Unternehmen eröffnet. Heute gibt es zahlreiche Kooperationen und sehr gute Wirtschaftsbeziehungen. Wie beide Länder voneinander profitieren erklärt Bernd-Joachim Pantze, Chefrepräsentant des Freistaats Bayern in der Russischen Föderation.
Beziehungen zwischen Bayern und Russland
Zwischen Bayern und Russland gibt es vielfältige Beziehungen und Kontakte. Das Spektrum reicht von enger wirtschaftlicher Zusammenarbeit über kommunale Partnerschaften bis zur grenzüberschreitenden Kooperation zwischen Universitäten, Museen oder Bibliotheken.
Tolstoi Bibliothek in München: Heimat der russischen Seele
Die Tolstoi-Bibliothek zählt zu den ältesten Einrichtungen für russische Kultur in München. Seit bald 60 Jahren bietet sie russische Literatur, aber auch Hilfe und Rat für russischsprachige Migranten. Dabei weiten sich ihre Aufgaben und ihr Nutzerkreis noch immer aus.

Foto: Robert Geisler Der Petersburger Dialog ist ein deutsch-russisches Gesprächsforum, das unter der Schirmherrschaft des jeweils amtierenden deutschen Bundeskanzlers und des amtierenden russischen Präsidenten steht. Er findet seit dem Jahr 2001 einmal jährlich abwechselnd in Deutschland und in Russland statt und soll die Zusammenarbeit zwischen den Zivilgesellschaften beider Länder fördern sowie innerhalb der deutsch-russischen Beziehungen neue Projekte initiieren.Teilnehmer der Konferenz sind auf deutscher und russischer Seite jeweils etwa 100 Vertreter des öffentlichen Lebens mit Multiplikatorfunktion und junge Experten aus allen gesellschaftlichen Bereichen. Die Einladung erfolgt durch den deutsch-russischen Lenkungsausschuss, der das Gesprächsforum plant und thematisch vorbereitet. Die organisatorische Umsetzung wird von den jeweiligen Sekretariaten in Berlin und St. Petersburg durchgeführt. Zwischen den Jahrestagungen werden bei weiteren Treffen der verschiedenen Arbeitsgruppen konkrete Fragestellungen im kleinen Kreis erörtert. Der Petersburger Dialog wird von politischen und privaten Stiftungen, von Wirtschaftsunternehmen aus Deutschland und Russland sowie von der Bundesregierung und der Regierung der Russischen Föderation unterstützt.
Mehr Informationen finden Sie in der Rubrik Ziele und Aufgaben.
