Wirtschaft

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Die Arbeitsgruppe "Wirtschaft" befasste sich beim 8. Petersburger Dialog 2008 unter dem Thema "Deutsche Investitionen in Russland, russische Investitionen in Deutschland" intensiv mit der Verbesserung der Investitionsbedingungen in den jeweiligen Ländern.

Die Arbeitsgruppe Wirtschaft hat sich intensiv mit der Verbesserung der Investitionsbedingungen in den jeweiligen Ländern beschäftigt. Sowohl bei den Exporten nach Russland als auch bei den Investitionen in Russland hat Deutschland einen Spitzenplatz. Das russische Interesse an Investitionen in Deutschland wächst. Für Irritationen sorgte im Vorfeld auf russischer Seite die Novellierung des deutschen Außenwirtschaftsgesetzes und auf deutscher Seite das neue Investitionsgesetz in Russland. Um die zweifellos bestehende Verunsicherung der Investoren zu überwinden, wird eine umfassende Informationskampagne angeregt.
Die Koordinatoren Prof. Dr. Klaus Mangold und Waleri GolubjewDeutschland will seine Partnerschaft mit Russland bei der Modernisierung der russischen Wirtschaft und Infrastruktur intensivieren. Russland sollte sich in seiner globalen Positionierung unabhängiger machen von der einschlägigen Orientierung bei Rohstoffen und Energien. Dies kann nur durch eine moderne, aggressive und schnell wirkende Strategie der Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit in der Industrie geschehen. So kann sich Russland in die wachsende internationale Wertschöpfung integrieren.
Der russische Energieminister Sergej Schmatko betonte in seinem Referat die Bedeutung von Energieeffizienzmaßnahmen für die russische Industrie. So soll bis 2020 der Energieaufwand pro Produktionseinheit bis zu 40 Prozent gesenkt werden. Er forderte die deutsche Wirtschaft nachdrücklich auf, mit der russischen Industrie die Zusammenarbeit bei Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zu verstärken.

Die Arbeitsgruppe Wirtschaft 2008 Stephan Kohler, Geschäftsführer der Deutschen Energie-Agentur (dena) regte die Umsetzung von Leuchtturmprojekten an. So bestehen intensive Überlegungen, ein Konzept zum effizienteren Ressourceneinsatz für Jekatarienburg umzusetzen, bei dem es zu Einsparungen im Wasser- und Energiebereich bis zu 40 Prozent kommen kann. Ein weiteres Ziel der russischen Energiepolitik, so Sergej Schmatko, sei die verpflichtende Verwertung von Begleitgas bis 2011 sowie die die Liberalisierung des Gas – und Strommarktes bis 2012. Udo Völlker, Generalbevollmächtigter der MAN Ferrostaal AG, informierte in diesem Zusammenhang über entsprechende bestehende erfolgreiche Anlagen.

Der Wunsch Russlands nach Investitionen und Know-how-Transfer insbesondere zur Steigerung der Energieeffizienz oder zur Modernisierung des Gesundheitswesens sind Projekte, die der Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft nachhaltig mit russischen Partnern entwickelt und ausbaut.