„Die Modernisierung der Industrie. Die Position Russlands und die internationale Wettbewerbsfähigkeit.“
Koordinatoren
Dr. Klaus Mangold, Vorsitzender, Ost-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft
Boris Aljoschin, Direktor, Föderale Industrieagentur (Rosprom)
Der Schlüssel für ein dauerhaftes und vom Weltmarktpreis für Energieträger unabhängiges Wachstum liegt für Russland vor allem in der Modernisierung der eigenen Wirtschaft und in einer weiteren Diversifizierung der Exporte. Dafür braucht das Land nach wie vor mehr Investitionen auch von ausländischen Unternehmen.
Deutsche Unternehmen haben Russland inzwischen über den Absatzmarkt hinaus als attraktiven Investitions- und Produktionsstandort entdeckt. Die Direktinvestitionen sind in den letzten Monaten stetig 
Foto: Thomas Augsten gestiegen und liegen nach Angaben der russischen Statistikbehörde bei knapp 3 Milliarden US-Dollar. Wichtig ist jetzt, dass die russische Regierung die Rahmenbedingungen für ausländische Investoren weiter verbessert.
Die Schaffung von Sonderwirtschaftszonen, die einen zusätzlichen Investitionsschub in den Bereichen verarbeitende Industrie und High-Tech bringen werden, und die angestrebte Liberalisierung des Stromsektors sind Schritte in die richtige Richtung.
Präsident Putin hat in seiner Rede vor der Föderalen Versammlung die Modernisierung der russischen Wirtschaft als wichtigste Aufgabe der nächsten Jahre bezeichnet und den technologischen Rückstand angeprangert. Die Schwerpunkte der Modernisierung sollen in den Bereichen Infrastruktur, Energiewirtschaft, im Transport und der Kommunikation, der Hochtechnologie, der Luft und Raumfahrt und der Nanotechnologie liegen.
Die AG Wirtschaft will in ihrer Sitzung entsprechende Modernisierungsschwerpunkte identifizieren und diskutieren, inwieweit die deutsch- russische Wirtschaftskooperation zu dieser Modernisierung beitragen kann.