„Außenpolitische Doktrinen im Wandel: Vom 'Gemeinsamen Europäischen Haus' zur gemeinsamen Verantwortung angesichts globaler Herausforderungen“
Koordinatoren
Pia Bungarten, Direktorin Internationaler Dialog, Friedrich-Ebert-Stiftung
Michail Margelow, Vorsitzender des Ausschusses für Internationale Angelegenheiten, Föderationsrat der Russischen Föderation
Die Arbeitsgruppe besteht seit dem 2. Dialog in Weimar, im Jahre 2002. Sie ist hervorgegangen aus der beim ersten Treffen tagenden Arbeitsgruppe Politik und Zivilgesellschaft, die auf Beschluss beider Lenkungsausschüsse sich in eine Gruppe zu Fragen der Zivilgesellschaft und eine Gruppe zu Fragen der Außenpolitik aufgeteilt hat. Die Arbeitsgruppe hat herausragende Fragestellungen der Außenpolitik für Deutschland und Russland zum Thema der Auseinandersetzung gemacht. Sie hat dazu einen Arbeitszusammenhang aus hochrangigen Experten aus Politik, Wissenschaft, Medien und Nichtregierungsorganisationen geschaffen. Das Treffen in Weimar hatte unter dem Eindruck der Anschläge des 11. September in den USA das Thema „Krisenprävention und vorausschauende Friedenspolitik“ zum Gegenstand. Das dritte Treffen des Dialogs im April 2003 in Sankt Petersburg diskutierte „Neue Herausforderungen im System der internationalen Sicherheit“ . Vor dem Hintergrund des Irak-Krieges standen dabei Aspekte wie die globale Bedeutung regionaler Konflikte, die Rolle Deutschlands und Russlands beim Aufbau von Nachkriegsordnungen im Nahen Osten sowie die zukünftige außenpolitische Agenda in den deutsch-russischen Beziehungen im Mittelpunkt. Aus dem Jahrestreffen der Arbeitsgruppe beim Petersburger Dialog entstanden verschiedene Initiativen zur Diskussion von wichtigen Einzelthemen. Diese wurden von unterschiedlichen Trägerorganisationen durch Veranstaltungen in Berlin und Moskau aufgegriffen. So stand z.B. im Februar 2004 das Thema „Deutsch-Russische Beziehungen und die gesamteuropäische Zusammenarbeit im Spannungsfeld zweier Konzepte : Größeres Europa und gemeinsame Wirtschaftszone“ auf der Tagesordnung einer Konferenz in Moskau. Zusammenfassend ist zu konstatieren, dass die Arbeitsgruppe Politik des Petersburger Dialoges wichtige Impulse für eine kontinuierliche Debatte zwischen außen- und sicherheitspolitischen Experten und Meinungsführern in beiden Länder gegeben hat.