„Deutschland und Russland auf der Baustelle Europa“
Koordinatoren
Alexander Rahr, Programmdirektor Russland/Eurasien, Deutsche Gesellschaft für Auswärtige Politik e.V.
Natalja Tscherkessowa, Projektleiterin, Presseagentur Rosbalt
Die Arbeitsgruppe widmet sich in diesem Jahr vornehmlich drei Schwerpunkten. Im ersten Teil soll die deutsche Doppelpräsidentschaft der EU und der G8-Staaten diskutiert werden, im Anschluss das Bild der gegenwärtigen Jugendorganisationen in Russland.
Der zweite Teil behandelt das Thema „Gemeinsame Werte oder gemeinsame Ressourcen?“. Hierbei soll geklärt werden, ob die unterschiedlichen Vergangenheitsbewältigungen gemeinsame Zukunftsvisionen blockieren. Es gilt zu analysieren, ob Vertreter Polens, der Baltischen Staaten oder der Ukraine in den deutsch-russischen Dialog miteinbezogen werden sollten. Schließlich stellt sich die Frage nach Gemeinsamkeiten in Fragen der Energieaußenpolitik und des Klimawandels.
Im dritten und letzten Teil ist das Thema Russland nach Putin näher zu beleuchten: Werden sich Atmosphäre und Inhalt in den deutsch-russischen Beziehungen verändern? Und wie können die zahlreichen neuen NGOs und zivilgesellschaftlicher Breitenwirkung stärker in den Dialog einbezogen werden?
Um einen möglichen neuen „Kalten Krieg“ zu verhindern und zu einer Deeskalation beizutragen, möchte die AG einen Beitrag der Nachwuchseliten in Deutschland und Russland zu diesem Thema liefern.
Weiterhin setzt sich die AG mit der Einbindung der Staaten Osteuropas in den deutsch-russischen Dialog auseinander.
Schließlich sollen die demografische Herausforderungen für Europa thematisiert werden: Wie stellen sich Deutsche und Russen diesem Problem?
Im Juli und Oktober tagte die Arbeitsgruppe bereits in den russischen Regionen, in den Städten Nowosibirsk und Pskow. Hier können Sie sich die Protokolle der Sitzungen anschauen.